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Zeitlos- Älter werden wir später! NW

Fantastisches Revue-Erlebnis
Querschnitt aus zehn Jahren Schlosstheater-Aufführungen: "Zeitlos" feiert glanzvolle Premiere
Fürstenberg (NW) von R. Hoffmann-Wittenburg
Fürstenberg: Kuss und Gratulation von Bürgermeister Uwe König, Blumen von Kulturchef Uwe Frenzel, ein lustvoll aufspielendes Revue-Ensemble, viele Lacher und tosender Applaus des Publikums im ausverkauften Schlosssaal. Bereits zur Halbzeit-Pause strahlte Theaterchefin Bärbel Mihm vor Glück. Nur noch kurz flackerte der Gedanke an drei schlaflose Nächte voller Lampenfieber vor der Premiere auf. Dann erlosch er im Rausch des Erfolgs.

Große Starparade

Revue-Superstar Birgit Auel präsentiert die große Schar unvergessener Schlosstheater-Protagonisten von Obelix über Pipi Langstrumpf bis hin zu den Schlümpfen. Fotos: Roswitha Hoffmann-Wittenburg



Mit gewohnt luftig-leichter Präsentation lädt das Schlosstheater Fürstenberg in dieser Spielsaison zu einer musikalisch-heiteren Erinnerungsreise durch zehn Jahre Schlosstheater mit all seinen Musik-Revuen und Theateraufführungen für Groß und Klein ein.
Ein bisschen Sentimentalität kam eingangs auf, als Fürstenbergs Bürgermeister Uwe König an Detlev Mihm den Gründer, großen Visionär und kreativen Macher des Schlosstheaters erinnerte, der 2006 gestorben ist. König fand genau die richtigen Worte und das Publikum dankte ihm und Detlev Mihm, dessen Nähe für alle, die ihn kannten, spürbar war, mit langanhaltendem Beifall. Diese Nähe des leidenschaftlich-kritischen Chefs mag dazu beigetragen haben, das Beste aus sich heraus zu holen.
Dem Schlosstheater-Kenner war von Beginn an klar, dass ihn keine Aneinanderreihung mit Ausschnitten vergangener Aufführungen erwarten würde. Dass es gelingen würde, mit diesem Querschnitt durch zehn Jahre mit insgesamt rund 60.000 Zuschauern, 200 Aufführungen, 500 Konzertstunden und über 200 Evergreens und unvergessenen Melodien im Repertoire eine so eigenständige Revue, wieder ganz neu, ganz anders und mit zeitgemäßen Arrangements auf die Bühne zu stellen, war dann doch überraschend und Auslöser des überwältigenden Erfolgs.

Dompteur der Extraklasse

Moderator Wulf Dominicus hatte nicht nur die Löwen fest im Griff.



Wulf Dominicus, inzwischen längst soloprogramm-reif, führte mit erneut gesteigerter Schauspielkunst, Wandlungsfähigkeit und kabarettistischer Komik durchs Programm. Spielerisch brachte er das Publikum, das ordentlich einbezogen wurde, in Höchstform. So hatte das Gesangs- und Tanzensemble spür- und sichtbar einen riesigen Spaß. Bei den hochkarätigen Darbietungen war der muntere Funkenflug zwischen Bühne und Publikum garantiert.

Cliff Richard stand Pate:

Paul Gough hauchte steifen Puppen, hier Sarah Müller, Leben ein.



"zeitlos-älter werden wir später", so der Titel der Winter-Revue, die ebenso zeitlose wunderbare Melodien in modernem Outfit und frischer Kulisse präsentiert. Den Auftakt setzt John Miles mit "Music", dann folgen ein Sommer-Medley mit Bacardi-Feeling, große Songs von Cher und Gloria Estefan, Roger Cicero und Johnny Cash. Da fehlt auch Heinz Rühmanns "Ein Freund, ein guter Freund" nicht, der unter begeisterter Publikumsbeteiligung bestens in Szene gesetzt wird. Beeindruckende Tanzcollagen, Musical-Melodien aus "Der König der Löwen" mit hinreißender Raubtier-Schau sowie weitere Songs und schwungvolle Medleys von Cliff Richard über Elvis und Tina Turner bis Madonna, Frank Sinatra und Grönemeyer bieten den fruchtbaren Nährboden für ein fantastisches Revue-Erlebnis, das die Zeit wirklich vergessen lässt.
Das Ende kommt spät mit einem fulminanten Auftritt aller Mitwirkenden und einem nicht minder stürmischen Applaus, der eindeutig verkündet, dass keine Wünsche offen blieben und mehr geboten als erwartet wurde.

Den Rhythmus im Blut:

Oliver Bierkoben mit einer fetzigen Tanzcollage

Wie Sinatra:

Martin Klinkemeier verkörpert das große Vorbild mit Unterstützung des Balletts in einer glänzenden Parodie.

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